Palais in Dresden

Palais in der Schießgasse in Dresden / zerstört

Dresden hatte im 18. Jh. neben Wien, Prag und Berlin in Mitteleuropa den reichsten Bestand an Bauten für den Adel. Dies resultierte aus der Funktion der Stadt als Residenz der sächsischen Kurfürsten und Könige von Polen zwischen 1697 und 1763. Es war die Blütezeit der Adelskultur, die ihren Höhepunkt in den Gebäuden und Gartenanlagen des Premierministers Brühl hatte. In den Jahren nach 1763 entstanden mit dem Coselpalais, dem Palais Vitzthum-Schönburg und den Erweiterungen des Taschenbergpalais und des Palais Hoym weitere bedeutende Bauten. Von dieser Pracht wurde aber bereits vor 1945 vieles abgebrochen oder umgebaut, ehe der Zweite Weltkrieg das Verbliebene fast völlig ausradierte.