Landhaus / Haupteingang - 2030

Landhaus / Haupteingang - 2030

Dresden - Landhausstraße - Landhaus. Vom Standort des Panoramas ist ein Blick auf den Mittelrisalit des Landhauses möglich. Einst befand sich hier eines der prachtvollsten Palais in Dresden. Der Kernbau des Palais wurde 1704 für August Ferdinand von Pflugk errichtet. 1714 erwarb es der Generalfeldmarschall August des Starken, Jakob Heinrich von Flemming. Er lies es prächtig ausstatten und mit einem Flügel Richtung Moritzstraße erweitern. Johann Sebastian Bach gab 1717 im Palais ein Konzert. Ab 1724 war es im Besitz des Königs und sah prachtvolle Hoffeste und wurde mit einem prachtvollen Bad für den Thronfolger ausgestattet. 1736 war es im Besitz von Alexander Joseph von Sulkowski und wurde jeweils um einen Ost- und Westflügel erweitert, womit es zum seinerzeit größten und prächtigsten Palais der Stadt wurde. Später nur noch vom Taschenbergpalais und Brühlschen Palais übertroffen. Ab 1746 war es das Zuhause der nach dem Thronfolger drei ältesten Prinzen des Königs von Polen und Kurfürsten zu Sachsen. Vermutlich weil diese in den Armeen Österreichs und Frankreichs für die Befreiung ihrer von Preußen besetzen Heimat wirkten, war das Palais eines der Ziele des preußischen Bombardements und wurde unwiederbringlich zerstört. Diese Handlungsweise wirft ein fatales Licht auf den angeblich aufgeklärten preußischen König, welcher zwar musisch begabt und hochintelligent, aber andererseits ein von Wut und Hass bestimmter Mensch war. So sind die in Sachsen aus blankem Hass und blanker Wut zerstörten Inkunabeln der Baukunst zahlreich. Die bekannten Plünderungen in Berlin Charlottenburg erfolgten zeitlich später und sind noch nicht einmal sicher auf sächsische Soldeten zurück zu führen. Zudem waren sie samt und sonders reparabel und sind insofern nicht ansatzweise mit den Schandtaten Friedrichs in Sachsen zu vergleichen. Zurück zum Landhaus, welches nach Abbruch der Ruinen bis 1776 errichtet wurde, führte nach mehreren Jahrzehnten wieder die Pilaster in der Fassadengliederung ein und zeigt mit dem Portikus erste klassizistische Tendenzen. Darüber hinaus bleibt die Fassade aber im Formenkanon des sächsischen Rokokos.

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