Schloss Weesenstein - 2016

Schloss Weesenstein - 2016

Schloss Weesenstein befindet sich im gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Müglitztal etwa 20 km südöstlich des Dresdner Stadtzentrums. Das Schloss ist in Trägerschaft des Freistaates Sachsen und wird von der Staatliche Schlösser Burgen und Gärten Sachsen gGmbH verwaltet. Das Schloss geht auf eine mittelalterliche Burganlage auf einem Felssporn im Müglitztal zurück, der durch einen tiefen Halsgraben vom Talhang abgetrennt wurde. Über die Jahrhunderte wurde zumeist von oben nach unten an- und umgebaut. Dadurch ist immer noch ein Hauch von Mittelalter vorhanden. Zudem führte es zum Kuriosum, dass mann beispielsweise von den barocken Raumfluchten des Unterschlosses zu den mittelalterlichen Gewölben der Kernburg nach oben steigen muss. Die wohl im 13. Jh. zum Schutz des Kulmer Steiges (Verbindungsstraße vom Elbtal über das Erzgebirge nach Böhmen) gegründete Anlage wurde 1318 erstmals schriftl. erwähnt und gehörte im 14. Jh. zum Territorium der Burggrafen zu Dohna. Während der Dohnaischen Fehde (1385 - 1402) zwischen den Burggrafen und dem Meißner Markgrafen wurde der Weesenstein belagert und wohl auch erobert. Seit 1405 sind die Bünaus als treue Vasallen der Meißner Markgrafen neue Besitzer, die den Weesenstein zu ihrer Stammburg ausbauten. Während am Anfang noch militärische Belange eine große Rolle spielten, wurde spätestens nach 1480 der Wohnkomfort immer wichtiger. Als Befestigungsanlage hatte der Weesenstein mit Vervollkommnung der Artillerie nun ausgedient. Der Charakter einer Burg sollte aber beim Umbau zum Renaissanceschloss als Symbol beibehalten werden. Nach 1720 erfolgte ein weiterer Umbau zum Barockschloss mit großzügiger Parkanalage im Tal, der durch die Wirren des Siebenjährigen Krieges unterbrochen wurde. Die Bünaus mussten schließlich das Schloss 1772 an die Familie von Uckermann verkaufen, die den Umbau mit der einheitlichen Trauflinie der Oberburg und der illusionistischen Fassadenbemalung vollendeten. Zum Park wurde des Schloss noch um einen Bau im Zopfstil ergänzt. Im Jahre 1830 gelangte dann Schloss Weesenstein an das sächsische Königshaus, die lediglich Innenräume behutsam erneuerten, den Charakter der Anlage aber bewahrten. Seit 1917 wurde das Schloss wiederum verkauft und gelangte wenig später in den Besitz des Landesvereins sächsischer Heimatschutz. Dies war wohl der Grundstein, dass Schloss Weesenstein nach 1990 zum Besitz des Freistaates Sachsen wurde, der nunmehr die Anlage pflegt. Das Schloss besteht aus mehreren Bauteilen. Vom Tal her erreicht man als erstes einen barocken Vorhof mit Wirtschaftsgebäuden. Von ihm führt seit 1780 eine steinerne Brücke über den Graben zum Unterschloss mit seinem reichen Renaissanceportal. Im 1.OG des Unterschlosses befinden sich neben dem Festsaal und dem Speisesaal die Wohnräume des Schlosses mit wertvollen Interieurs des 18. und 19. Jahrhunderts. Besonders hervorzuheben sind die Ledertapeten im Festsaal und bemalte oder bedruckte Papiertapeten. Von hier stieg man zum derzeit nicht zugänglichen Parkflügel des Schlosses im Zopfstil hinab oder zu den mittelalterlichen Gewölben (u.a. ein Gerichtsaal) hinauf. Darüber befindet sich u.a. der Rittersaal und der Billardsaal im Stil der Renaissance und des Barock. Im Dachboden befinden sich die Überreste von Wandmalereien des einst hier befindlichen Festsaales des 16. Jahrhunderts. Im Oberschloss befindet sich zudem die barocke Schlosskapelle vom Schüler und Nachfolger George Bährs, dem Architekten George Schmidt. Im ehemaligen Brauhof an der Spitze des Bergsporns findet sich die Schlossbrauerei mit dem sehr empfehlenswerten Weesensteiner Bier und die königliche Schlossküche, wo heute getafelt werden kann, wo einst für König Johann von Sachsen gekocht wurde. Über den malerischen Felsengang mit Blick zum Schlosspark im französischen Stil gelangt man wieder in den unteren Schlosshof und damit zum Ausgangspunkt zurück.

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