Dinglingerbrunnen heute

Rückseite Gewandhaushotel, 01067 Dresden

Den Brunnen ließ Johann Melchior Dinglinger (1664-1731), Goldschmied Augusts des Starken, in seinem Haus auf der Frauenstraße errichten. Der Brunnenin der Längsachse des 3 x 8 Meter breiten Hofes wurde verm. mit Röhrwasser aus Dresden-Plauen betrieben. Das berühmte Haus mit seinen Apparaturen, Wasser- und Windspielen auf den Altanen des Vorder- und Hinterhauses beherbergte 1709 den dänischen König und 1712 Zar Peter den Großen. Während mit dem Hofmechanicus Andreas Gärtner (1654-1727) der Erfinder der Apparaturen bekannt ist, ist der Architekt des bis 1726 vollendeten Hauses ebenso unbekannt wie der Bildhauer des Brunnens. Der Brunnen wurde nach der Zerstörung des Hauses 1945 aus dem Schutt geborgen und durch Bildhauer Werner Hempel am heutigen Standort bis 1966 wiedererrichtet. Das Brunnenbecken ruht auf einem fischartigen Wesen. Als Wasserspeier dient ein Triton. Die prächtige Umrahmung des Erdgeschossfensters zieren ein Bacchus und darüber eine Muschel mit goldener Perle. Seitlich finden sich Putten und Delphine.

Lage