Delphinbrunnen heute

Brühlsche Terrasse, 01067 Dresden

Der Delphinbrunnen schloss ursprünglich als Point de vue den schmalen Bereich des Brühlschen Wallgartens auf der Courtine des Festungswalls nach Osten ab. Das gesamte Gelände der Bastion "Venus", auf der auch der Delphinbrunnen liegt, hatte Brühl erst 1748 als Geschenk des Königs erhalten. 1747 war das Belvedere auf der Bastionsspitze durch die Explosion eines darunter befindlichen Pulvermagazins unwiederbringlich zerstört worden. In der Folge baute er diesen Bereich, der durch die räumlichen Gegebenheiten der Festung am wenigsten eingeschränkt war, zum Höhepunkt seines Gartens aus. Ursprünglich war der Delphinbrunnen, der geschickt in die Böschung zur dahinterliegenden erhöhten Bastion integriert ist, Bestandteil eines intimen Heckenkabinetts, dessen Umriss von der heutigen Baumpflanzung nachvollzogen wird. Die weitgehende Öffnung erfolgte erst mit der Umgestaltung zur Brühlschen Terrasse im 19. Jh. Als Bildhauer der reizvollen, nach Kriegsbeschädigung jedoch stark restaurierten Anlage gilt Hofbildhauer P. Coudrai.

Lage