Johanneum, Barockportal zum Stallhof

Augustusstraße 1, 01067 Dresden

Neben der Englischen Treppe am Jüdenhof stellt das rückseitige Portal zum Stallhof das einzige verbliebene Zeugnis des Umbaus des einstigen Stallgebäudes zu einer repräsentativen Unterkunft für fürstliche Gäste in den Jahren 1722-29 dar. Die in massivem Sandstein ausgeführte (und ursprünglich sicherlich farbig gefasste) Architektur mit den vier gewaltigen Volutenkonsolen, die einen schmalen Austritt im 1. Obergeschoss tragen, steht an der stilistischen Wende der sächsischen Barockarchitektur hin zum Klassizismus französischer Prägung. Noch ganz in den traditionellen Formen des sächsischen Hochbarock gehalten ist dabei die voluminöse Kartusche mit den Initialen des Bauherrn August dem Starken. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung geschah der Umbau des Stallgebäudes nicht nach dem Entwurf J. G. M. von Fürstenhoffs, sondern es handelt sich hierbei zweifellos um eines der letzten Werke M. D. Pöppelmanns.

Lage