Ehem. kurfürstl. Schmiede

Sporergasse 9 (ehem. Neumarkt 19), 01067 Dresden

Die kurfürstliche Schmiede wurde als Nebengebäude des Stallhofes ab 1586 errichtet. Der Kopfbau zum Jüdenhof besaß neben dem massiven Kellergewölbe zwei ebenfalls gewölbte Obergeschosse und statt eines Daches einen abschließenden Altan mit Balustraden. Im mittleren Bereich des Gebäudes fand sich ein weiteres Vollgeschoss mit Volutengiebeln. Von 1722 bis 1877 diente die Schmiede wie das benachbarte Bosesche Haus der Unterbringung der Rüstkammer. Mit dem Umbau des Stallgebäudes zur Gemäldegalerie verschwanden 1744 die Altane und das Gebäude erhielt ein einheitliches Walmdach. Die Fassade mit ihren Renaissance-Fenstergewänden erhielt eine illusionistische Bemalung mit der zeittypischen Lisenengliederung. Sie wurde beim Wiederaufbau des 1945 zerstörten Hauses im Jahre 2011 rekonstruiert. Die erhaltenen Kellermauern wurden in den Neubau integriert.

Lage