Johanneum / Fassadengliederung

Augustusstraße 1, 01067 Dresden

Beim Umbau zum Johanneum 1872-76 wurde die Hauptfassade zum Jüdenhof in der Grundstruktur des Knöffelschen Galeriebaus von 1746 belassen, aber mit reichem Stuckdekor in Form von Medaillons, Festonreliefs und von Engeln getragenen Namensschildern versehen. Das Erdgeschoss erhielt lediglich eine Rustizierung. Die anderen Fassaden wurden durch das zusätzlich eingebrachte Geschoss für die Porzellansammlung (1876-1945 an diesem Standort) mit ihren gekoppelten Fenstern in antiken Formen stärker verändert. Durch Stuckreliefs (u.a. Relief des Erbauers Christian I.) oder die Figur eines fürstlichen Waffenschmiedes an der Ostseite wurde die Geschichte des Baus erläutert. Das hohe Walmdach wurde durch das heutige flache Dach hinter der Attika mit Trophäenschmuck ersetzt. Am Mittelrisalit wurde der barocke Dreiecksgiebel von einem von Löwen gehaltenen sächsischen Königswappen abgelöst. 

Lage