2.OG Wohnturm / Südostseite - 2014

2.OG Wohnturm / Südostseite - 2014

Von der Südostseite der Aussichtsplattform auf dem Dicken Merten (Wohnturm der Burg Frauenstein) ergibt sich ein schöner Blick entlang des Turmstumpfes des Südturmes über den Turm des Schlosses zur Stadtkirche Frauenstein auf dem Marktplatz. Dahinter ist der 680 Meter hohe Sandberg zu sehen. Unterhalb des Südturmes ist der Silbermannturm, der höchste Turm der Ringmauer, zu erkennen. Hinter ihm fällt das Gelände zum Kuttelbachtal hin ab. Am gegenüberliegenden Höhenzug ist die Straße nach Schmiedeberg und dahinter die Höhenzüge des Osterzgebirge den Wäldern um Kipsdorf, Oberbärenburg und Schellerhau sichtbar. Nach Nordosten ist das Elbtal mit Dresden zu erahnen. Mit diesem Rundblick zählt die Burg Frauenstein, welche als Landmarke weithin sichtbar ist, zu den schönsten Aussichtspunkten des östlichen Erzgebirges. Für die Burgherren von Frauenstein war dies sicherlich einerseits schön. Wer hätte von seinem Wohnzimmer nicht gern eine solche Aussicht. Allerdings befindet sich der einstige Hauptraum der Burg Frauenstein in fast 700 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. Die beiden Haupttürme der Burg waren in weitem Umkreis die höchsten Punkte in der Landschaft. Mit etwas Phantasie kann man sich die Kraft der Winterstürme ausmalen, die an den Fenstern des Raumes rüttelten. Zudem waren die Winter in der sogenannten "Kleinen Eiszeit" (15. bis 19. Jahrhundert) deutlich kälter und schneereicher als heute. Schneehöhen von 1,5 Metern waren für die Höhenzüge des Erzgebirges eher die Regel als die Ausnahme. Teile des Erzgebirges wurden im 18. und 19. Jahrhundert nicht umsonst "Sächsisches Sibirien" genannt. Für den Pass bei Nollendorf ist niedergeschrieben, dass fast das ganze Jahr hindurch Schnee läge. Das mag etwas übertrieben sein, aber Schneefälle noch im Mai und der erste Schneefall im September dürften der Normalfall gewesen sein. Insofern ist es auch in dieser Beziehung nachvollziehbar, dass Heinrich von Schönberg lieber in einem Schloss unterhalb der Burg wohnte, was zwar immer noch nicht in einem lieblichen Tal lag, aber doch windgeschützter war als die Wohnräume der alten Burg Frauenstein. Andere Burgen und Schlösser des Erzgebirges lagen des öfteren in windgeschützteren Tälern, wie Lauenstein oder Purschenstein. Dafür war der Frauenstein schon allein aufgrund seiner Höhenlage deutlich einfacher zu verteidigen. --- Burgruine Frauenstein: geöffnet Mai bis Oktober; Di bis So von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

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