ehem. Gewölbe des Südturms - 2014

ehem. Gewölbe des Südturms - 2014

Der Südtum der Burgruine Frauenstein war deren ehemaliger Bergfried, der 1783 größtenteils in sich zusammenstürzte. Er wurde auf der höchsten Stelle des Felssporns gegründet und beschützte die Kernburg von der Hauptangriffsseite her. Zugleich bewachte er das südöstlich vom Turm befindliche Torhaus am Zwinger. Die größte Wandstärke von über drei Metern wies der Turm zur leicht abgerundeten Hauptangriffseite auf. Der noch stehende, zwei Geschoss hohe Turmrest wird mit einem etwas schwächeren Schaft gestützt, der bei der Restaurierung der Burgruine errichtet wurde. Der Weg zur Ostmauer des Palas mit seinen Stufen verläuft heute über die einstige Nordwand des Turmes. Der Mauerdurchstich Richtung Schloss war einst eine Schlupfpforte zur Ringmauer und ihrem nicht erhaltenen siebenten Turm, der den äußeren Burgeingang flankierte. Dieser wohl mit Errichtung der Ringmauer nachträglich geschaffene Ausgang diente wie die Brücke zur Ringmauer oder die Pforte im Zwinger zu Füßen des "Dicken Merten" der schnellen Verbindung zwischen Kernburg und äußerer Ringmauer, um im Angriffsfalle ein schnelles und flexibles Agieren zu ermöglichen. Ob der Raum einen weiteren Zugang zum Vorraum der Küche besaß oder nur über ein sogenanntes Angstloch im Gewölbe betreten werden konnte, ist ebenso ungewiss, wie die Erschließung des oberen Geschosses. Möglicherweise gab es an der Seite zum Palas eine Treppe innerhalb der Wand, wo eine geradläufige Treppe oder eine Wendeltreppe denkbar wäre. Ebenso möglich wäre eine steile Holzstiege innerhalb des Raumes, die dann aber das Tonnengewölbe hätte durchstoßen müssen. Vielleicht kam ein Zugang des Raumes im EG über die Küche erst hinzu, als die Burg Frauenstein kaum noch militärische Bedeutung besaß. In der Anfangszeit der Burg Frauenstein diente das Gewölbe vielleicht als Gefängnis, später als Lagerraum (Waffen?/Lebensmittel?). Eine nach dem Einsturz des Turmes entstandene Zeichnung des 18. Jahrhunderts zeigt deutlich die abgerissenen Gewölbekappen. Der eigentliche Zugang zum Turm erfolgte wohl über die erhaltene Öffnung im 1. Obergeschoss, neben dem sich Reste eines Kamines zeigen. Der beheizbare Raum diente mit seiner Größe von etwa 24 m² wohl ebenso als Wohnraum wie das 2. Obergeschoss. Vom 2. Obergeschoss des Turmes haben sich kaum nennenswerte Reste erhalten. Im Unterschied zum wohl nur ein Fenster aufweisenden Raum im 1. Obergeschoss besaß der oberste Raum nach alten Ansichten zu jeder Seite Fenster und war ebenso gewölbt. Dies gibt Anlass zur Vermutung, dass der Südturm einst eine Wehrplattform mit Brüstung und zurückgesetzten Dach besaß. Spätestens bei der Teilsanierung der Burg Frauenstein 1648/49 wäre diese dann beseitigt worden und der Turm hätte das 1720 dokumentierte Walmdach erhalten. Eine solche Wehrplattform wäre der höchste massive Bereich der Burg gewesen, von dem das Vorfeld, die Vorburg und ebenso der Zugangsbereich sehr gut einsehbar gewesen wäre. Sie hätte sich etwa 30 Meter über dem Niveau des oberen Schlosshofes befunden. Der Südturm wurde auch "Lärmstange" genannt. Unsere Vermutung ist, dass der Wind bei Herbst und Winterstürmen in dem ruinenhaften Turm ein derartiges Heulen verursachte, dass ihm die Anwohner diesen kuriosen Namen gaben. --- Burgruine Frauenstein: geöffnet Mai bis Oktober; Di bis So von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

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