Ehem. Schlupfpforte in der Ringmauer - 2014

Ehem. Schlupfpforte in der Ringmauer - 2014

Hier befand sich einst ein heute vermauerte Schlupfpforte der Burg Frauenstein. Ihr Gewände ist von außen noch gut erkennbar. Falls einst sich außerhalb der Ringmauer auf dem Zeisigstein noch ein hölzerner Vorposten befand, wäre er durch diese Pforte erreichbar gewesen. Rechts unterhalb des Dicken Merten gab es eine weitere Pforte, die in den Zwinger und zum Wächterhaus am Zugang zum inneren Hof führte. Gefahr drohte der Burg durch diese Pforten nur, wenn man vergaß, die Pforten zu verschliessen, wie dies den Verteidigern Konstantinopels 1453 zum Verhängnis geworden ist (Literaturtipp: Stefan Zweig/Sternstunden der Menschheit). Zudem konnte diese Pforte in der Ringamuer von den beiden Schalentürmen seitlich beobachtet werden und ob ihrer geringen Größe hervorragend verbarrikadiert werden. Sollten es doch einige Angreifer durch die Pforte hindurch schaffen, gab es für diesen Fall noch den Dicken Merten, der sich hier mit seiner Nordseite zeigt, die einst noch ein Geschoss höher war. Im 1. Obergeschoss gab es einst einen hölzeren Austritt, wie die Balkenlöcher noch immer zeigen. Von diesem konnten ebenso wie vom Zwinger darunter die Angreifer unter Beschuss genommen werden. Letztlich zeigt sich immer wieder, wie durchdacht diese mittelalterlichen Anlagen doch letztlich waren. Immerhin muss man bedenken, dass die Bilder aus Film und Fernsehen doch sehr täuschen. Im Normallfalle gab es auf einer Burg wie dem Frauenstein inkl. der Familie des Burgherren kaum mehr als 15 Bewaffnete. In Kriegszeiten, wie bei der Belagerung 1438 waren es vielleicht 50, aber nicht Hunderte. Insofern musste eine solche Burganlage auch eine effiziente Verteidigung ermöglichen, wenn sie ihrem Besitzer Schutz bieten sollte. Ob eine Burg eine solche aktive Verteidigung ermöglichte oder nicht, entschied bereits im 15. Jh. ihr Schicksal, wie dies für viele Burgen in Böhmen verbürgt ist. Die Burgen des sächsischen Erzgebirges wurden allerdings oft zu Wohnschlössern ausgebaut. Aufgrund der Lage auf hohem Felssporn, waren allerdings die Möglichkeiten begrenzt, die Burg Frauenstein in ein Renaissanceschloss umzubauen, so dass man sich 1585 entschloss unterhalb der eigentlichen Burg ein komplett neues Schloss zu bauen. --- Burgruine Frauenstein: geöffnet Mai bis Oktober; Di bis So von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

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