Ehem. südl. Raum im 1.Stock des Palas - 2014

Ehem. südl. Raum im 1.Stock des Palas - 2014

Heute sind die Kubaturen der einstigen Burg Frauenstein kaum noch vorstellbar. Vom Standort blickt man auf den westlich gelegenen Küchentrakt, nach rechts folgend in den Burghof, auf den Wohnturm und die Überreste von Kapelle und Messdienerstube. Nach Osten erkennt man durch ein einst großes Fenster das Kuttelbachtal und die Höhenzüge des Osterzgebirges. Nach Süden folgt der Südturm mit einem massiven Anbau. Beide schützten mit ihren gewaltigen Mauerstärken die Burg von der Hauptangriffseite her. Der gesperrte Zugang zur Plattform im 2. Obergeschoss stammt sicherlich aus der Zeit der Restaurierung der Burgruine um 1900. Hinter den Mauern der Kernburg mit der Küche ist die äußere Ringmauer sichtbar. Der vorliegende Raum war einst vermutlich die Eingangshalle des Palas, von dem die Räume im 1. OG des Küchenbereiches, die Messdienerstube und Kapelle sowie alle Wohnräume im 2. Obergeschoss des wohl im 14. Jahrhundert errichteten Palas zu betreten waren. Der Zugang erfolgte wohl über einen hölzernen Gang an der Fassade zum Burghof. Eine Treppe zur Erdgeschossebene hat vielleicht im Vorbau vor dem Nordturm oder im Bereich des Burghofes gelegen. Bei Betreten des Raumes blickte man auf die große Fensteröffnung im Osten. Ob der Raum eine Balkendecke oder ein Gewölbe besaß ist unbekannt, eine Zeichnung der Ruine lässt eher letzteres vermuten. Die Treppe, die nach oben führte, war entweder eine eingestellte Wendeltreppe oder eine geradläufige hölzerne Stiege. Im 2. Obergeschoss des Palas gab es nach einem Grundriss des 18. Jahrhunderts drei Stuben, von denen aus die Räume in den beiden Türmen betreten werden konnten. Diese Räume besaßen wohl Holzbalkendecken, wie diese auch mit einem Beispiel von 1350 auf Schloss Rochlitz überliefert sind. Möglicherweise waren die Wände mit Holzverkleidungen versehen (sogenannte Bohlenstuben) und über Kachelöfen beheizt. Der Vorteil einer solchen Holzverkleidung war ein deutlich angenehmeres Raumklima, da durch das Holz die Strahlungkälte der Wand erheblich reduziert wurde. Eine andere Variante waren vor die Wand gespannte Tücher. Aus dieser Methode entwickelten sich dann später die Gobelines in Renaissance und Barock. All dies wird allerdings durch die mittelalterlichen Glasfenster in der hochgelegenen Burg Frauenstein den kalten Winterstürmen nur bedingt etwas entgegengesetzt haben. Das ab 1585 errichtete Schloss liegt demgegenüber etwas windgeschützter. --- Burgruine Frauenstein: geöffnet Mai bis Oktober; Di bis So von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

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