Frauenstein / Friedhofskapelle - 2016

Frauenstein / Friedhofskapelle - 2016

Das bedeutendste Ausstattungsstück der Friedhofkapelle ist der Kanzelaltar von 1648. Der Typus der Kanzelaltäre geht auf die Reformation zurück und vereint das Abendmahl mit der Predigt und der Verkündigung von Gottes Wort. Mit der Reformation gab es in der Regel fortan nur noch einen Hauptaltar vor dem das Heilige Abendmahl gefeiert wurde. Statt eines Altaraufsatzes setze man nun oft die Kanzel über den Altar. Diese Freiheit bestand aber oft nur bei Neu- und Umbauten. Dem standen oft alte wertvolle Altäre und Kanzeln entgegen, von denen man sich nicht trennen mochte. Der Kanzelaltar der Friedhofskapelle zu Frauenstein zählt zu den wenigen erhaltenen Beispielen aus der Mitte des 17. Jahrhunderts in Sachsen. Der Kanzelaltar der Kirche in Carlsfeld bei Eibenstock von Wolf Caspar von Klengel ist bereits dem Hochbarock zuzuordnen und stammt von 1688. Die ältesten erhaltenen lutherischen Kanzelaltäre sind auf Schloss Callenberg / Coburg und auf Schloss Wilhelmsburg / Schmalkalden zu finden. Besonders die Barockarchitekten George Bähr, sein Nachfolger Johann George Schmidt oder Johann Christian Fehre wählten weitestgehend den Typus des Kanzelaltares, wobei oft noch die Orgel über dem Altar angeordnet wurde. Von ihnen stammen u.a. die Kanzelaltäre der Schlosskapelle Weesenstein, der Kirchen in Hohnstein, Forchheim, Loschwitz bei Dresden (zerstört), Schmannewitz, Schmiedeberg sowie der alten Annenkirche in Dresden durch Umbau eines Renaissancealtares. für die weitere Beschreibung des Kanzelaltares siehe die entsprechende Infokarte im Panorama (über das Symbol "D" am Altar aufzurufen). Weitere Ausstattungsstücke sind der Beichtstuhl links vom Altar und die Grabsteine und Epitaphien des 17. und 18. Jahrhunderts. Die wertvollen Stücke erinnern an Handwerksmeister, Steuereinnehmer und Handelsherren von Frauenstein. Äußeres und Inneres der liebevoll gepflegten Kapelle wurden 2012 saniert. Seitdem steht die Kapelle der Stadt Frauenstein als Trauerhalle zur Verfügung. Zuvor war die Kirche durch fehlende Sanierungsmöglichkeiten in den Jahrzehnten zuvor nicht mehr zugänglich. Hätte es aber viele ehrenamtlich helfende Hände vor allem in den Jahren um 1950 und 1980 nicht gegeben, wäre es sicherlich sehr schwer gewesen die Kapelle ohne Substanzverluste über die Zeit zu bringen. Als Literaturquelle zu den Texten über die Friedhofskapelle diente ein Aufsatz von Friedmar Altwein, Frauenstein, in einem Kalender des Sächsischen Heimatschutzvereines von 2004 sowie die Homepage der Stadt Frauenstein (www.frauenstein-erzgebirge.de).

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