Friedhof Frauenstein mit Kapelle - 2016

Friedhof Frauenstein mit Kapelle - 2016

Die Friedhofskapelle zum Heilgen Kreuz ist Frauensteins erste Stadtkirche. Einst lag die Stadt auf den Wiesen seitlich und unterhalb des Friedhofes. Der Marktplatz der Alten Stadt lag nur wenig unterhalb des Friedhofes. 1384 wird die heutige Friedhofskapelle als "novam capellam" erwähnt, die der Meißner Burggraf gestiftet hatte. Sicherlich gab es schon vor dem am Standort eine Kapelle, die aber wohl zu klein geworden war. Möglicherweise bestand eine erste Kapelle nur aus Holz, dem ein bescheidener Bau in Stein folgte, der dann der Kapelle von 1384 weichen musste. Bei den Sanierungen im Jahre 2012 wurden ältere Mauerwerksteile im hinteren, westlichen Teil der Kapelle festgestellt. Möglicherweise bestand die Kirche aus einem kürzeren Schiff und einem kleineren Choranbau im Bereich des heutigen Altares, wie dies bei kleineren älteren Kirchen häufig zu sehen ist. Wie die Kirche im einzelnen aussah ist freilich unbekannt. Im 16. Jahrhundert wurde mit der Verlegung der Stadt aus dem Tal auf die Höhe und der Errichtung einer neuen größeren Kirche die alte Kapelle nur noch als Friedhofskapelle benutzt und ist wohl teilweise eingegangen. 1616 entschloss man sich die alte Kapelle wiederherzustellen. Ob dabei ein neuer Chor aufgeführt wurde oder die Wiederherstellung auf Basis des historischen Mauerwerks geschah, ist unbekannt. Die Gewände der Fenster stammen sicherlich aus der Zeit von 1616. Sie orientieren sich aber am gotischen Stil, um das Alter der Kirche sinnbildlich aufzuzeigen. Das Portal an der Nordseite weist hingegen auf die Zeit um 1600. Eine weitere Neuerung war der mit Holzschindeln verkleidete Turm auf dem Dach. Einst war das gesamte Dach mit Holzschindeln eingedeckt, wie dies noch auf einer Grafik von Rudolf Gebhardt (1894-1985) aus dem Jahre 1965 zu sehen ist. Allzu Lange blieb die Kirche nicht in diesem Zustand, den zwei Jahre nach der Wiederherstellung der Kapelle begann der Dreißigjährige Krieg, wo insbesondere das Kircheninnere viel zu erleiden hatte. Vielleicht geht das unterschiedliche Altar der Holzemporen im Inneren der Kapelle auf Reparaturmaßnahmen nach dem Krieg zurück. Nach dem Krieg versah man die Kirche wieder mit einem neuen Altar und anderen neuen Ausstattungsstücken. Im Verlaufe des 20. Jahrhunderts verschlechterte sich der Zustand der Kapelle trotz vieler helfender Hände zusehends, so dass sie schließlich gesperrt werden musste. Erst eine grundlegende Sanierung im Jahre 2012 verschaffte Abhilfe. Seitdem steht das Kleinod der Stadt Frauenstein wieder als Trauerhalle zur Verfügung. Das Innere weist neben dem interessanten Kanzelaltar eine Vielzahl alter Grabdenkmäler auf.

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