Fünfter Ringmauerturm - 2014

Fünfter Ringmauerturm - 2014

Der fünfte Turm der äußeren Ringmauer ist neben dem Silbermannturm der interessanteste der Burgruine Frauenstein. In den unteren beiden Ebenen handelt es sich um einen nach innen offenen Schalenturm. Die Schießscharten sind rund mit einem Sehschlitz nach oben, waren also für Hakenbüchsen ausgelegt. Da die Gewände der Schießscharten eine umlaufende Abplattung aufweisen, ist es nicht unwahrscheinlich, dass sie mit einem Brett innen verschlossen werden konnten. Der Innenraum des halbrunden Turmes ist rechteckig, während das Äußere sich halbrund darstellt. Die untere Ebene des Turmes befindet sich an der Außenseite immer noch mehrere Meter über dem Gelände. Die zweite Ebene weist als Besonderheit einseitig Sitznischen auf, wo sich das Wachpersonal setzen konnte. Der Boden dieser Ebene, die wohl nur über eine Leiter erreichbar gewesen ist, war aus Holz und hat die Zeiten nicht überdauert. Überfangen werden beide Ebenen mit einem Tonnengewölbe, welches zum Burghof hin über Kragsteine erweitert wurde. Die dritte Ebene wies vermutlich einen geschlossen Raum auf, welcher allerdings nur etwa 60 cm dickes Mauerwerk aufwies. Ob sich hier einst baugleiche Schießscharten wie in den unteren Ebenen befanden oder hier eine Plattform für eine Steinbüchse vorhanden war, lässt sich nicht mehr mit Gewissheit sagen. Zumindest ist es der einzige Turm, welcher in dieser Höhe einen massiven Fußboden auf einem stabilen Gewölbe besaß. Von hier hätte man den gegenüberliegenden Höhenzug unter Beschuss nehmen können und so die Einrichtung einer feindlichen Geschützstellung erheblich erschweren können. Nachweislich besaß die Burg Frauenstein 1445 drei Steinbüchsen. Eine weitere könnte auf dem siebenten Turm der Ringmauer oder auf dem Südturm der Burg gestanden haben. Die dritte Steinbüchse müsste dieser Logik dann an der Ostseite der Burg stationiert gewesen sein. Wann Turm und Ringmauer errichtet wurden, ist derzeit nicht sicher zu sagen. Vermutlich existierte schon eine Ringmauer, die bis ca. 1450 verstärkt und u.a. durch die Türme ausgebaut wurde. Die Architektur des Turmes lässt jedenfalls eher an das 15. als an das 14. Jahrhundert denken. Ein weiterer Aspekt der Ringmauertürme ist die Stabilisierung der gesamten Ringmauer ähnlich Stützpfeilern, was bei einem Beschuss der Anlage auch nicht unwichtig ist. Durch die Öffnung des Turmes nach innen blickt man auf die um 1900 weitgehend wiederhergestellte Außenmauer der Kernburg (einst mehrere Meter höher). Rechts ist der Ansatz der Bogenbrücke mit den Ruinen des Küchentraktes und links der quadratische Flankierungsbau mit dem Nordturm Dicker Merten zu erkennen. --- Burgruine Frauenstein: geöffnet Mai bis Oktober; Di bis So von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

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