Marktplatz mit Silbermannbrunnen - 2014

Marktplatz mit Silbermannbrunnen - 2014

Der Standort ist in der Nordecke des annähernd quadratischen Marktplatzes von Frauenstein, des unbestrittenen Zentrums der kleinen Stadt im Erzgebirge, die um 1500 aus dem nordöstlich gelegenen Kuttelbachtal an die hier vorbeiführende Fernstraße von Freiberg nach Teplitz verlegt wurde. Zum Eingang des Schlosses hin ist der Marktplatz aufgeweitet. Der Eingang des Schlosses wurde bis 1728 durch ein Torgebäude betont, das baulich wohl den übrigen Stadttoren entsprach. Durch die Lage im Bergsattel steigt das Gelände zum Schlosstor und nach Südosten hin an. Die einstige Fernstraße erreicht den Marktplatz über die Freiberger Straße (rechts der Kirche) und führt an der Kirche vorbei über die ehemals Böhmische, heute Teplitzer Straße, nach Süden aus der Stadt. Daneben führen die Haingasse aus dem Tal westlich von Schloss und Burg und die Wassergasse, über die man im Osten die Friedhofskapelle und den Weg nach Reichenau erreicht, auf den Platz. An der Wassergasse befinden sich unmittelbar vor dem einstigen Standort des Stadttores Tiefbrunnen, die der Wasserversorgung dienten. In der Mitte des Platzes wurde die Stadtkirche gebaut, deren Chor nach Osten ausgerichtet ist. 1507 wird sie das erste Mal erwähnt, doch weist ein Stein im Chorbereich bereits die Jahreszahl 1492 auf. Dreimal wurde die Stadtkirche Opfer von Stadtbränden (1534, 1728 und 1869). Dem letzten Stadtbrand fiel die 2. Silbermannorgel zum Opfer, ebenso das Kirchgebäude, das nach 1728 weitgehend im Vorzustand wiederhergestellt worden war. In der Nordostecke des Platzes standen das Rathaus und die Fronfeste; ihre Ruinen wurden nach 1869 abgerissen. Das Rathaus befindet sich seitdem in dem mit einem Türmchen geschmückten Gebäude auf der Nordseite des Platzes. Das große Gebäude auf der Ostseite nimmt hingegen die Stadtschule auf. Der Silbermannbrunnen wurde 2003 zu Ehren des berühmtesten Sohnes der Stadt im Rahmen der gelungenen Neugestaltung des Platzes errichtet. Bis in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts befanden sich hier die Überreste des Dreikönigsdenkmals, eines ästhetisch wenig gelungenen Zeugnisses des um 1900 weit verbreiteten Denkmalkultus.

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