Nordseite der Burg - 2014

Nordseite der Burg - 2014

Der Panoramastandort befindet sich unterhalb des dritten Turmes der Ringmauer der Burgruine Frauenstein. Rechts von diesem ist der relativ kleine vierte Turm zu sehen, der auf einem hohen Felsen aufsitzt, auch wenn dies von einem Schuppen verdeckt wird. Der Burgberg selbst war in alter Zeit gerodet, um freies Schussfeld zu haben. Während die beiden Türme Schießscharten für Armbrüste aufweisen, befinden sich in der Ringmauer selbst runde Schießscharten für Hakenbüchsen. Damit ist Burg Frauenstein ein hervorragendes Beispiel einer Burg am Beginn des Zeitalters der Feuerwaffen, wo der Angreifer im Höchstfall eine Steinbüchse mit sich führte, die ein bis drei Schuss am Tag abgeben konnte, wie das 1438 bei der Belagerung des Frauensteins der Fall war. Eine Alternative zur Steinbüchse waren die Bliden, eine Art von Steinschleuder, welche allerdings eine höhere Schussgeschwindigkeit hatte. Gegen diese Art von Angriffen war die Burg Frauenstein in der überlieferten Form, die wohl erst nach dieser Belagerung 1438 entstand, sehr gut zu verteidigen. Durch die noch nicht zu großen Schussweiten der Steinbüchsen oder Bliden konnten diese ohnehin nur im Süden (Sandberg/heutiger Marktplatz) postiert werden. Dort boten Schildmauer und Südturm Schutz, zumal durch die Vorburg feindliche Geschütze in respektablem Abstand gehalten werden konnten. Da die Schildmauer zudem wohl von einem Halsgraben geschützt wurde, wäre eine Bresche in der Mauer noch lange nicht das Ende der Burgbesatzung gewesen. Mit Beginn des 16. Jahrhunderts spielten militärische Überlegungen für die Burg Frauenstein keine Rolle mehr. Man hatte es unterlassen, sie mit Kanonentürmen auszustatten (vergleiche Moritzburg in Halle, Burg Querfurt, burg Eisenhardt in Belzig), so dass sie einem ernsthaften Artillerieangriff des 16. Jahrhunderts mit mehreren großkalibrigen Kanonen mit deutlich höherer Schussgeschwindigkeit als im 15. Jahrhundert schutzlos ausgeliefert gewesen wäre. Somit konnte der Bewuchs auf dem Burgberg wieder ungehindert gedeihen und entwickelte sich zu dem heute noch vorhandenen Mischwald. Sehr gut ist die Gründung der Burg auf dem anstehenden Felsen an den hier befindlichen Türmen zu erkennen, auch wenn das Gelände rechts davon durch die Errichtung des ehem. Parkschlösschens stark verändert wurde. Rechts vom ehem. Parkschlösschen wird der Felsen des Zeisigsteines sichtbar, der ehemals durch eine Senke von der Burg getrennt war.

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