Ostseite der Burg I - 2014

Ostseite der Burg I - 2014

Der Standort des Panoramas befindet sich unterhalb der Burgruine Frauenstein an deren Ostseite. Links ist der Silbermannturm, der höchste Turm der äußeren Ringmauer, zu erkennen. An ihn war ursprünglich ein zweigeschossiges Wohngebäude mit Walmdach angebaut. Es war möglicherweise Sitz des Burgvogtes bzw. Schössers. Er kontrollierte das Dienstpersonal der Burg ebenso wie die Lieferungen aus den Frondiensten der Bauern. Rechts davon befanden sich ursprünglich zwei weitere Gebäude, die der Unterbringung von Dienstpersonal und Wachmannschaften gedient haben könnten. Zudem boten die wohl vorhandenen Keller und Dachböden genügend Speicherraum für Lebensmittel im Belagerungsfall. Wie viele Bewaffnete einst zum Frauenstein gehörten, lässt sich nur vermuten. In Friedenszeiten waren es vielleicht nur 15, in kriegerischen Zeiten sicherlich deutlich mehr, aber wohl auch nicht mehr als ca. 50, für die ja auch die Lebensmittel vorhanden sein mussten. Zu beachten ist, dass durch die geschickten Verbindungswege innerhalb der Burg im Angriffsfall die Bewaffneten schnell zu entsprechenden Brennpunkten verlegt werden konnten. Linkerhand des Silbermannturmes mit seinen runden Schießscharten für Hakenbüchsen befand sich die einstige Vorburg des Frauensteins, wo die Stallungen für Pferde und Vieh ebenso zu finden waren, wie weitere Getreidespeicher. Immerhin soll für das Schloss ein großes Kornhaus abgerissen worden sein. Über der heute deutlich niedrigeren äußeren Ringmauer ist der Zwinger der Kernburg und darüber die Ruine des Palas zwischen dem Stumpf des Südturmes im Süden und dem Dicken Merten im Westen zu sehen. Einst waren vom Panoramastandort über der im intakten Zustand deutlich höheren äußeren Ringmauer nur die beiden Wohntürme und eventuell das Dach des Palas sichtbar. Blickt man an den Kleingärten vorbei ins Tal, ist schemenhaft die Friedhofskapelle zum Heiligen Kreuz erkennbar. Diese war die erste Stadtkirche von Frauenstein. Bis zur Mitte des 15. Jahrhunderts befand sich der Ort Frauenstein unterhalb der Kirche im Kuttelbachtal. Später verlegte man die Stadt auf den Höhensattel zwischen dem Sandberg und der Burg Frauenstein, wo sich heute noch Stadtkirche und Marktplatz befinden. Über dem Kuttelbachtal ist der Fußweg nach Reichenau und darüber in der Ferne die Höhenzüge des Erzgebirges erkennbar. Auch auf der Ostseite kann man den Erbauern der Burg für die Wahl ihres Bauplatzes nur nachträglich gratulieren. Auch von hier dürfte ein Angriff über steiles Vorgelände kaum zum Erfolg geführt haben, war doch die Wirkung der mittelalterlichen Waffen um so wirkungsvoller, je höher der Standort des Schützen war.

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