Pforte zum Zwinger der Kernburg - 2014

Pforte zum Zwinger der Kernburg - 2014

Diese Pforte unterhalb des Dicken Merten der Burg Frauenstein stellte die Verbindung zwischen der Kernburg und der Ringmauer im Norden der Burg her. Der Zugang zum Wehrgang der Ringmauer wurde über den Höhenrücken hergestellt, auf dem der vierte Turm der Ringmauer steht. Nach rechts ist sehr schön zu studieren, wie die Ringmauer dem Höhenrelief des Burgfelsens folgt. Der Wehrgang war sicherlich eine einst nach innen offene Holzkonstruktion, die den entsprechenden Schutz vor Witterungsunbilden bot. Links vorm Turm ist die Ringmauer allerdings in großen Teilen eingestürzt, so dass sich hier der freie Blick in die Landschaft darbietet. Unterhalb des Höhenrückens befindet sich in der Ringmauer noch eine weitere Schlupfpforte, durch die das nördliche Vorgelände des Frauensteins mit dem Zeisigstein erreicht werden konnte. Zur Bewachung der einst wohl mit Metallplatten beschlagenen Tür am Burgzwinger ist rechts die Schießscharte für Hakenbüchsen vorgesehen gewesen. Einst war das Bodenniveau außerhalb der Pforte sicherlich um bis zu 1 Meter niedriger, den man scheint hier den Bauschutt der Burg kaum abgetragen zu haben. Das Türblatt öffnete sich nach außen, wie am Pfalz zu erkennen ist und war dadurch nicht von außen einzudrücken. Man hätte hierfür schon eine Ramme benutzen müssen. Ein Blick nach oben zeigt allerdings, das dies eine unnütze Überlegung ist. Am Dicken Merten sind noch die Balkenlöcher erkennbar, die einst einen hölzernen Austritt zur Verteidigung dieser Pforte und des Zwingers trugen. Weiterhin befindet sich rechts vom Wohnturm ein heute größtenteils eingefallenes Flankierungsbauwerk, so dass die Pforte ausreichend gesichert war. Für den Historiker ist auch aufschlussreich, dass die Fuge zwischen Turm und Zwinger, den Wohnturm eindeutig als das ältere Bauwerk zeigen. Allerdings wird beim Wissen um die einstige Gestalt des Wohnturmes noch ein Problem deutlich. Einst soll sich im 1. Obergeschoss ein Aborterker befunden haben. Ob die Exkremente im freien Fall nach unten vielen oder durch einen Holzschacht, wie dies heute noch auf Schloss Burgk in Thüringen zu sehen ist, entzieht sich unserer Kenntnis. Möglicherweise gab es einen Kanal, der die Exkremente aus der Burg hinaus führte oder eine Art Sickergrube. Eines scheint jedoch sicher, eine empfindliche Nase hatte man im Mittelalter wohl besser nicht. --- Burgruine Frauenstein: geöffnet Mai bis Oktober; Di bis So von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr

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