Westseite der Ringmauer - 2014

Westseite der Ringmauer - 2014

An der Westseite der Burgruine Frauenstein zwischen dem fünften und sechsten Turm der Ringmauer erreichte diese mit etwa 14 Metern die größte Höhe. Gut zu beobachten ist die Ausnutzung des Geländes, in dem die Türme zumeist auf erhöhten Felsen aufsitzen. An der Burginnenseite steht zumeist mehrere Meter hoch aufgeschüttetes Erdreich an, was der Ringmauer mit ihrer Stärke von knapp 2 Metern am Mauerfuß zusätzliche Stabilität gab. Die Putzreste an der Mauer zeigen, dass die Burg einst vollständig verputzt und möglicherweise weiß gekalkt war, wie man es von den Schlössern Bärenstein, Lauenstein, Wolkenstein oder Scharfenstein kennt. Die Balkenlöcher im oberen Bereich hingen wohl mit der Konstruktion des hölzernen Wehrganges auf der Innenseite zusammen. Die Schießscharten sind typische Scharten für Hakenbüchsen mit den runden Öffnungen und dem geraden Sehschlitz nach oben. Allerdings sind hier einige Schießscharten genau anders herum. Vermutlich handelt es sich um Gewände, die aus dem Bauschutt heraus, verkehrt herum bei der Sanierung der Burg um 1900 eingebaut wurden. Im oberen Bereich hat die Ringmauer immer noch eine Stärke von 1,50 Meter, im Bereich des Wehrganges von etwa 60 cm. Auffällig am Grundriss der äußeren Ringmauer ist die Abwechslung von stärkeren und schwächeren Türmen. Zu den stärkeren Türmen zählen der erste, dritte, fünfte (linkerhand) und siebente. Diese wiesen jeweils drei Geschosse mit Schießscharten und mindestens einen geschlossenen Raum zum Schutz der Wachmannschaften auf. Die Türme der geraden Anzahl waren einfache Schalentürme von geringer Abmessung, wie der 6. Turm rechts, der ohnehin vermutlich später mit deutlich dünnerer Wandstärke vor die Ringmauer gesetzt wurde. Ob es sich bei der Öffnung am Fuß des Turmes um eine ehemals geheime Schlupfpforte handelte, ist unbekannt. In dem Fall hätte man mit einem Seil die Personen innerhalb des Turmes hoch- oder herunterlassen müssen. Die sieben Türme sorgten dafür, dass der tote Winkel am Fuß der Mauer größtenteils vermieden wurde. Wann die Ringmauer der Burg Frauenstein errichtet wurde, ist unbekannt. Sicher scheint nur, dass sie nicht von Anfang an vorhanden war. An Schießscharten finden sich ebenso Formen für Armbrüste, was eher für das späte 14. Jahrhundert sprechen würde. Andererseits wurden 1449/50 1000 Gulden an der Burg verbaut. Möglicherweise bestand schon eine Ringmauer, welche im 15. Jahrhundert mit den Türmen ausgebaut und verstärkt wurde. Wie das Gelände vor der Ringmauer im Mittelalter aussah, ist unbekannt. Entweder wurde der Weg beim Bau des Schlosses aufgeschüttet und das ursprüngliche Gelände führte steil bis an die Ringmauer oder die Burg hatte einst einen niedrigen Außenwall mit Palisade, welche einen eingedrungenen Feind schutzlos dem Beschuss von oben ausgeliefert hätte. Beim Bau des Schlosses wäre dies dann zum heute vorhandenen Weg eingeebnet worden. Die niedrige Wehrmauer rechterhand am Schloss stammt sicherlich aus der Erbauungszeit des Schlosses, welches hinter der Mauer sichtbar ist. Die Stele vor der Ringmauer ist im übrigen Teil eines Kunstprojektes um die Burgruine Frauenstein.

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