Friedrichsgrund & Borsberg bei Pillnitz

Nützliche und interessante Informationen zur künstlichen Ruine sowie den umgebenden Naturdenkmälern, dazu Angaben zur Lage der Objekte und die Möglichkeit, diese im Panorundgang virtuell zu besichtigen!

 

Pillnitz befindet sich am Fuße des durchschnittlich 200 m höher liegenden Schönfelder Hochlandes. Während in der Talaue Obstanbau und Weinberge dominieren, wird auf dem Hochland zumeist Ackerbau und Weidewirtschaft betrieben. Die steilen Abhänge sind bewaldet und weisen tiefe Kerbtäler wie den Friedrichsgrund auf. Die höchste Erhebung des Hochlandes ist der Triebenberg (384 m). Dieser befindet sich etwa 1,5 km hinter der Hangkante und ist dadurch wenig markant, bietet aber weite Aussichten in die Sächsische-Böhmische Schweiz, das Osterzgebirge, das Elbtal bis Meißen, die Dresdner Heide sowie das Lausitzer Hügelland bis hin zum Hohwald. Der Borsberg ist mit 361 m zwar um 23 m niedriger, stellt aufgrund seiner Lage auf der Hangkante aber die markanteste Erhebung im Dresdner Stadtgebiet dar. Schon Kurfürst Friedrich August III. von Sachsen genoss seine von Schloss Pillnitz aus unternommenen Wanderungen durch den stillen Friedrichsgrund und vorbei an der Meixmühle hinauf zum Borsberg. Folgerichtig wurde der geschichtsträchtige Naturraum entlang des Weges im Geiste des sentimentalen Zeitalters ausgestaltet. So entstanden im Friedrichsgrund heute kaum noch erhaltene Denkmäler und kleine Brücken über den Friedrichsgrundbach. Auf dem Borsberg wurde eine heute leider sehr verfallene Eremitage errichtet, auf den Abhängen über der Ortslage von Pillnitz die künstliche Ruine, die sich aufgrund jahrzehntelanger Vernachlässigung inzwischen zu einer "echten" Ruine entwickelt hat. Weiter in Richtung Graupa finden sich entlang des Jagdweges imposante Brückenbauwerke. Die unteren Lagen der Hänge wurden seit dem Mittelalter zum Weinanbau genutzt. Die malerisch gelegene Weinbergskirche verdankt ihre Entstehung der Bauwut Augusts des Starken, der die alte Pillnitzer Schlosskirche zugunsten seiner Schlosserweiterungspläne abreißen ließ. Vor allem diese Abfolge der Erlebnisräume von der Elbe mit einer der letzten Flussinseln, dem Schloss mit seinem Park, den dahinterliegenden Weinbergen mit der Kirche und den darüber befindlichen Wäldern mit dem Borsberg macht den einzigartigen Reiz der Pillnitzer Kulturlandschaft aus, der sich noch steigert durch die phantastischen Ausblicke in die umgebende Landschaft des Elbtals, der Sächsischen Schweiz und des Osterzgebirges.