Orangerie

Koniferengarten, Schlosspark Pillnitz

Kern der Orangerie ist das bis heute erhaltene ehem. Ringrenngebäude. Es wurde auf achteckigem Grundriss mit Mansarddach zwischen 1723 und 1725 nach Entwurf Pöppelmanns am nordöstlichen Abschluss des damaligen Spielgartens errichtet. Mit der Lisenengliederung der Sandsteinfassaden, die die großen Bogenfenster umfängt, zeigt es typische Merkmale der Architektur des sächsischen Barockklassizismus (Einflussnahme des Hofarchitekten Z. Longuelune?). Im Inneren befand sich das "Ringrennen", eine Spielanlage mit zwei drehbaren Scheiben, auf denen Fahrgeräte karussellartig fest montiert waren. Die mitfahrenden Spieler mussten versuchen, aus der Bewegung heraus mit Lanzen hoch aufgehängte Ringe "einzusammeln" (daher die Bezeichnung "Ringrennen"). 1874 erfolgte der Anbau von zwei identisch gestalteten, doch nur verputzten langen Flügeln mit flachen Dächern. Das Gebäude erhielt eine neue Zweckbestimmung als Orangerie zur winterlichen Aufbewahrung der Zitruspflanzen.

Lage