Heckengarten

Schlosspark Pillnitz, westlich vom Schloss

In den Jahren von 1706 bis 1715 bzw. 1718 befand sich die Pillnitzer Rittergutsanlage im Besitz der Gräfin Cosel. Die unter dieser berühmtesten der Mätressen Augusts des Starken durchgeführten, nicht näher bekannten Baumaßnahmen fielen den nach 1720 einsetzenden Bauarbeiten des Königs oder spätestens dem Schlossbrand 1818 zum Opfer. Bis heute blieb jedoch die bedeutendste unter der Gräfin erfolgte Veränderung an der Anlage in ihren Grundzügen erhalten: die nordwestliche Erweiterung um den Heckengarten 1711-13, mit der die Fläche des am Schloss gelegenen Lustgartens mehr als verdoppelt wurde. Beiderseits der in NW-SO-Richtung verlaufenden neuen Hauptachse befinden sich rechteckige, von Hecken eingefasste Kompartimente ("Charmillen"), die dem Spiel und der Unterhaltung dienten. 1725 wurde der Bereich zum Heckengarten in seiner noch heute bestehenden Form umgestaltet, wobei die unter August dem Starken hier aufgestellten Spielgeräte (u.a. Schaukeln, Wippen usw.) Ende des 18. Jh. entfernt wurden.

Lage