Chinesischer Pavillon

Kurzinfo

Chinesischer Garten im Schlosspark Pillnitz

1804/05 nach Vorlage von Kupferstichen errichtet; chinoises Kabinettstück mit vollständig ausgemaltem Innenraum

Öffnungszeitenauf Anfrage im Rahmen der Parköffungszeiten
(zugänglich nur im Rahmen von Führungen und Veranstaltungen)
Besonderheitenvollständige Ausmalung mit chinesischen Landschaften
Durchführung von Teezeremonien
KontaktBesucherzentrum "Alte Wache"
Telefon: 0351 26132-60; Fax 0351 26132-80
Mail: pillnitz(at)schloesserland-sachsen.de
InternetSchlösserland Sachsen/Schloss Pillnitz

Beschreibung

Nach dem Erwerb des nördlichen, "Chinesischen" Gartens zur Erweiterung des Pillnitzer Schlossparks 1790 ließ Kurfürst Friedrich August III. ("der Gerechte") in den Jahren 1804/05 den Chinesischen Pavillon errichten. Sein Entwurf wurde einem alternativen Projekt in "Antiquem Geschmack" vorgezogen und der Neubau damit dem vorherrschenden exotischen Charakter der Pillnitzer Anlage angeglichen. Als Architekt wird Hofbaumeister C. F. Schuricht angenommen. Der kleine quadratische Bau ist mit seiner Nordseite an die Parkmauer angelehnt. Den drei freistehenden Fassaden zum Park hin sind jew. 4 Säulen vorgestellt, die das gestufte und geschweifte Dach mit bekrönender Wetterfahne in Form eines Drachens tragen. Schuricht ließ sich bei seinem Entwurf von dem 1757 erschienenen Stichwerk "Designs of Chinese Buildings" des englischen Architekturtheoretikers William Chambers inspirieren. Der kuppelartig überwölbte Innenraum wird durch die Landschaftsmalereien J. L. Giesels an der Außenwand dominiert. Giesels Vorlagen waren Kupferstiche, die einem Bericht von der Chinareise der englischen Gesandtschaft 1792/93 beigegeben waren.

Lage